Physik im Theater: Quantenfische - Stringtheorie und die Suche nach der Weltformel

Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Dieter Lüst (München) am 13. September 2014 im Rahmen der Vortragsreihe des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP)

04.09.2014

Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik und das Modell des expandierenden Universums lassen ganz große Fragen offen: Wie sieht eine Vereinigung aller Teilchen und Kräfte aus? Was geschah während des Urknalls? Die modernen Feldtheorien, die die kleinsten Materieteilchen in für uns nicht zu beobachtende Fäden, die Strings, auflösen, liefern neue Hypothesen über die Entstehung von Raum und Zeit: Gibt es nur ein Universum, oder entstehen und existieren viele nebeneinander? Wenn wir in einem Multiversum leben, was können wir über die Paralleluniversen überhaupt erfahren? Und: Lässt sich das Verhalten aller Dinge einheitlich beschreiben – etwa in einer Weltformel? Diese Fragen stellt Prof. Dr. Dieter Lüst (Max-Planck-Institut für Physik / Ludwig-Maximilians-Universität München) in den Mittelpunkt seines öffentlichen Vortrags „Quantenfische – Stringtheorie und die Suche nach der Weltformel“ im Rahmen des Wissenschaftsmarkts am Samstag, 13. September 2014, um 18:00 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters Mainz. Mit einer Parabel über die „Quantenfische“ stellt Professor Dieter Lüst die Ideen des Multiversums vor.

Der Eintritt ist frei. Platzreservierungen sind per E-Mail an möglich.

Dieter Lüst ist Direktor am Max-Planck-Institut für Physik in München. Er beschäftigt sich mit Problemen von Eichtheorien und Gravitation, vor allem ist er aber bekannt für seine Forschung zur Stringtheorie. Neben wissenschaftlichen Schriften hat zu dem Thema auch ein Buch für Laien publiziert.

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Physik im Theater“ des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP) statt. Mit dieser Reihe öffentlicher Abendveranstaltungen im Staatstheater möchte das MITP aktuelle Themen aus der fundamentalen Physik und Kosmologie, die auch für die breitere Öffentlichkeit interessant sind, einem regionalen Publikum näher bringen.

Das MITP wurde im November 2012 im Rahmen des Exzellenzclusters PRISMA gegründet und bietet Physikerinnen und Physikern aus aller Welt die Möglichkeit, in Mainz auf Zeit zusammenzuarbeiten und interdisziplinär zu forschen.

Der Exzellenzcluster PRISMA
Rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten im Exzellenzcluster PRISMA („Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter“) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dieser neue Forschungsverbund wird über fünf Jahre mit rund 35 Millionen Euro gefördert. Der Exzellenzcluster befasst sich mit den grundlegenden Fragen nach der Natur der fundamentalen Bausteine der Materie und ihrer Bedeutung für die Physik des Universums. Das MITP ist eine der Hauptinitiativen des Clusters und soll langfristig die Rolle eines internationalen Theoriezentrums übernehmen. Hierzu organisiert das Institut unter Einbindung externer Forscherinnen und Forscher wissenschaftliche Programme, Workshops und Konferenzen. Damit bietet es Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Forschungsgebieten der theoretischen Physik die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch.